Samara Sicardi

Affoltern am Albis
Switzerland

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Ich war nicht immer ein Yogafan. Ganz im Gegenteil.

Alles begann in Buenos Aires im 2010, als ich dort aufgrund meiner Wurzeln ein ganz klassisches Zwischenjahr nach der Matura absolvieren wollte. Anstatt nur spanisch zu lernen und Argentinien zu bereisen, habe ich mich dort kopfüber in den argentinischen Tango verliebt und alles darauf gesetzt. Ich wollte alles tun, um diesen faszinierenden Tanz so schnell wie möglich zu lernen. Da musste ich feststellen, dass dies für mich ohne eine tiefgründige Veränderung meines Körperverständnisses nicht klappen wird. Und so stürzte ich mich in die Welt des klassischen Tanzes, verschiedenen Dehntechniken, Biomechanik, Pilates und und Sehr schnell merkte ich die Veränderungen in meinem Körper und konnte bald als professionelle Tänzerin auftreten. Dem Yoga bin ich aber immer ausgewichen, mehr als ein paar vereinzelte Stunden waren da nicht drin.

Erst durch die wiederholte Aufforderung eines Tanzpartners mühte ich mich im 2015 in eine Yogastunde, um der Technik eine Chance zu geben. Er meinte, das Yoga würde mein Leben verändern. Und das tat es. Ich landete in einer geführten Ashtanga Yoga Stunde der ersten Serie. Die Stunde fand um 7 Uhr Morgens statt, was für mich als nachtaktive Tänzerin eine absolute Unzeit war. Der Übungsraum war kalt und schäbig, als Matten wurden grosse, etwas vergilbte Schaumstoffblachen gebraucht. Der Lehrer war sehr kurz angebunden und etwas harsch. Ich mühte mich etwas unwillig durch die Serie, fand sie anspruchsvoll aber auch nicht unmachbar. Gegen Ende der Stunde kamen die Brücken, eine herausfordernde Asana, eine sehr tiefe Rückbeuge. Der Lehrer assistierte mir und verhalf mir mit einer präzisen, klaren und überzeugenden Bewegung in die Asana. Wow! Da war ich hin und weg. Mein Rücken fühlte sich komplett verändert an, ein noch nie dagewesenes Körpergefühl strömte durch meine Wirbelsäule in alle Glieder. Das brauchte ich wieder! Und so kam es, dass ich trotz meiner inneren, unbegründeten Abneigung zum Yoga ein absoluter Fan wurde, ich erschien jeden zweiten Morgen in den Stunden dieses hervorragenden Lehrers, Adrian Cañellas. Auch probierte ich kurz nach diesem Erlebnis Bikram Yoga aus und machte gleich als Einstieg die sogenannte Bikram Challange, also 60 Tage ohne Unterbruch zu üben. Und so wurde ich vom Nachtschwärmer zum Morgenmensch.

Im Jahr 2017 hab ich mein Teacher Training von der Yoga Aliance absolviert (RYT 200). In diesem Intensivtraining auf Griechenland konnte ich einen tiefen Einblick in die Philosophie des Yogas gewinnen und lernte das Yoga als wunderbare Wissenschaft und Lebensweisheit in seiner ganzheitlichen Fülle schätzen.

Nach mehreren Jahren intensivem Training in Ashtanga und Bikram, begann ich bei Adrian zu assistieren, obwohl ich schon seit längerem selbst Yoga unterrichtete (seit 2016). Als Assistentin und in langen, persönlichen Auseinandersetzungen mit der Thematik durfte ich seine hervorragende (Iyengar inspirierte) Technik bei den Hilfestellungen erlernen.

Nach 10 Jahren in Buenos Aires lebe ich seit März 2020 wieder in der Schweiz und freue mich enorm, all meine Erfahrungen mit euch im Unterricht teilen zu dürfen.

Namaste.
Samara

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